"Wir bieten einen integrierten Ansatz"

"Wir bieten einen integrierten Ansatz"

Die COMPUTERWELT hat mit Geschäftsführer Markus Neumayr gesprochen.

"Wir bieten einen integrierten Ansatz"

R&S verfolgt mit den hauseigenen Lösungen einen neuartigen Ansatz und erweitert die reine ERP-Lösung um Wissensmanagement und Business-Intelligence-Komponenten. Die COMPUTERWELT hat mit Geschäftsführer Markus Neumayr gesprochen.


Welche Rolle spielt die nahende DSGVO für einen ERP-Anbieter?

Generell ist jedes Unternehmen eigenverantwortlich für die Umsetzung. Es geht ja nicht nur um ERP-Daten, sondern auch um Security-Themen, Informationspflichten, die Führung eines Verarbeitungsverzeichnisses, etc. Im ERP-System ist das Recht auf Vergessenwerden (die Löschung der Daten bei Erreichen der Aufbewahrungspflicht) angesiedelt. Wir bei R&S haben durch das integrale Wissensmanagement einen neuartigen Ansatz. Es geht darum geschützte Daten – egal, ob in Dokumenten, aus der Kommunikation oder in der Datenbank – leicht aufzufinden und zu strukturieren.


Wie können Sie Kunden bei der Umsetzung der Richtlinien unterstützen?

Einerseits beim Auffinden der Daten – dies erfolgt durch das rs2 Wissensmanagement. Und andererseits bei der Schwärzung, also der Unkenntlichmachung von Daten – hier stellt unsere ERP-Lösung ein spezielles Add-on bereit. Diese ermöglicht durch Zeitregelungen eine Automatisierung der Schwärzung sowie eine intelligente Löschung der Daten.


Kunden setzen immer häufiger auf mobile ERP-Lösungen. Was bieten Sie hier an und worauf muss geachtet werden?

Wir arbeiten bereits seit einigen Jahren mit unseren Kunden an Projekten zur Umsetzung von mobilen Lösungen. Dabei handelt es sich nicht um Zusatzsysteme von Drittanbieten, sondern R&S erstellt Online-Systeme mit einer 3-Tier-Architecture und Responsive Design Oberflächen, um allen Devices gerecht zu werden.

Das WEB Shop System mit Echtzeit-Informationen zu Lagerstand, Auftrags- und Reklamationsstatus und individualisiertem Preismodell steht ebenso bereits mobil zur Verfügung, wie ein mobiles System für Servicetechniker, das Zeitsystem, HR Lösungen, DMS und Workflowlösungen und das Wissensmanagement. Der Trend geht voll in diese Richtung und hat auch Priorität bei uns in der Entwicklung.


Sie bieten auch Business Intelligence-Lösungen an. Wie kann das mit einer ERP-Lösung zusammenspielen bzw. wie können unstrukturierte Daten möglichst effizient aufbereitet werden?

Hier verwenden wir das vielfach bewährte System der Firma Qliktech und haben mit unseren Projektteams Lösungen geschaffen, die dem Kunden schnell einen Mehrwert bringen. Die Integration in das rs2 System ermöglicht die automatisierte Datenbereitstellung an zentraler Stelle. Unternehmensdaten können so in Echtzeit analysiert, ausgewertet und grafisch dargestellt werden – je nach gewünschter Dimension und Informationstiefe.


Kann man also sagen, dass das ERP-System Möglichkeiten zum besseren Wissensmanagement im Unternehmen bietet?

Ja, auf das sind wir sehr stolz. Die Umsetzung des integralen Wissensmanagements war sehr komplex, aber jetzt ist es geschafft. Die Herausforderung war, alle Daten in Sekundenschnelle zu strukturieren, und das geht bei großen Unternehmen schnell auf mehr als 500 Millionen Informationszeilen.

Und vor allem braucht man die Daten ja auch in verwertbarer Form. Nicht wie bei Suchmaschinen, wo Sie dann tausend Seiten und mehr an Information ohne Struktur erhalten. In einem integrierten ERP-System werden die Daten in Beziehung zu Kontext und Verursacher gesetzt, um dann strukturiert weiterverarbeitet zu werden.


Wie beurteilen Sie als ERP-Anbieter den Digitalisierungsgrad in heimischen Unternehmen und welche Rolle spielt ERP in diesem Zusammenhang überhaupt?

Die Digitalisierung der Prozesse und Dokumente ist noch nicht so weit fortgeschritten, die meisten Unternehmen arbeiten derzeit noch mit nicht integrierten ERP-Lösungen.

R&S bietet einen integrierten Ansatz und dies ist oft ausschlaggebend dafür, dass Unternehmen sich für unsere Lösung entscheiden. Mit dem integrierten Workflow und DMS zum Beispiel tragen wir genau diesem Thema Rechnung. Ein integriertes ERP-System stellt bei der Einführung zwar einen höheren organisatorischen Aufwand dar, der langfristige Gewinn für die Unternehmen ist aber enorm.


Sie bieten auch einen B2B Webshop an. Welche Tools und Lösungen stehen Kunden hier zur Verfügung und wird das Angebot von Ihren Kunden gut angenommen?

Hier gehen wir, wie schon gesagt, auch den integrierten Ansatz, da viele Kunden einfach den Servicegrad erhöhen möchten. Und das ist mit der klassischen Lösung, die mit replizierten Daten arbeitet, nur mit sehr hohem Aufwand möglich.


Können Sie ein Beispiel nennen?

Kennen Sie nicht auch das Problem, dass Sie im Internet etwas einkaufen und dann die Information erhalten, dass die im Internet beschriebene Lieferzeit oder Lagerhaltung doch nicht ganz korrekt ist. Mit Online-Systemen lässt sich das komplett ausschließen.

|AW

Quelle: Computerwelt, Ausgabe 05/18, ERP + CRM Seite 14-15




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