Was tun mit der Datenflut?

Was tun mit der Datenflut?

Irrwege und Lösungen in einer vernetzten Welt

Verlieren Sie nicht das Ziel aus den Augen: die Qualität der Informationen zu verbessern!

Von Markus Neumayr, GF Ramsauer & Stürmer Software GmbH

 

Wir erzeugen jeden Tag 2.500.000.000.000.000.000 Byte an Daten. Wie aber können Unternehmen mit diesen Datenmengen umgehen? Und wie können Daten zu Informationen und Informationen zu Wissen werden?

 

Wenn von so großen Datenmengen die Rede ist, denken viele, nur Global Player müssten diese Daten handeln. Sie vergessen, dass Big Data auch für kleine und mittelständische Unternehmen relevant wird. Warum? Zwar mag die Anzahl der Informationen, die kleinere Unternehmen verarbeiten müssen, bei weitem nicht so groß sein. Sie steigt aber in gleichem Maße exponentiell an. Die Digitalisierung sorgt – quer durch alle Branchen – dafür, dass die Datenmengen förmlich explodieren. Und das Wissen über das Verhalten und die Bedürfnisse der Kunden und Partner ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

 

Anbindung von Fremdsystemen ist eine Fehlentwicklung

In den letzten Jahren wurde versucht durch die Anbindung verschiedener Applikationen an ERP-Systeme möglichst viele Daten zu sammeln und miteinander zu verknüpfen. Auf Basis dieser Daten sollte das System dann intelligente Entscheidungen z.B. für die Produktion treffen und Prozesse aktiv steuern – in Echtzeit. Dieser Ansatz muss aus heutiger Sicht als Fehlentwicklung eingeschätzt werden.

 

Die Vielzahl der Systeme verursacht eine viel zu große Datenmenge, die erst einmal bewältigt werden muss. Durch Informationsbrüche an den Schnittstellen kann das gewünschte Ergebnis dann nicht erzielt werden. Statt zu einer Vereinfachung führt die hohe Komplexität dann sogar zu einem Mehraufwand in der Bearbeitung. Die Herausforderung ist die Bewältigung der Datenflut. Big Data wird erst durch Auswertung und Interpretation zur Big Intelligence.

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Dieser Artikel ist im Monitor, Ausgabe 3-2015 erschienen.




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